Neurofeedback

Zitat aus einem Vortrag der NOS von Prof. Dr. Daniel Jeanmonod Neurochirurgie Unispital Zürich

„Das Hirn ist mit einem sehr grossen Orchester vergleichbar. Damit ein Mensch im Leben gut gestimmt ist, sollten die Spieler der einzelnen Instrumente gut mit den anderen zusammenspielen, sowohl in Lautstärke als auch im Rhythmus.
Spielt das Orchester gleichzeitig zu viele langsame und zu viele schnelle Rhythmen und laute Töne, gibt es ein Chaos, einen Überschuss im System, was zu Stress bis hin zu Krankheit führen kann.
Neurofeedback ist eine der wichtigen regulierenden Therapiemöglichkeiten; es wird somit präventiv und gezielt therapeutisch angewendet.“

 

Neurofeedback
Das Neurofeedback (auch EEG-Feedback) ist eine Spezialrichtung des Biofeedbacks. Beim Neurofeedback werden Gehirnstromkurven (EEG-Wellen) von einem Computer in Echtzeit analysiert, nach ihren Frequenzanteilen zerlegt und auf einem Computerbildschirm dargestellt. Die auf diese Weise ermittelte Frequenzverteilung, die vom Aufmerksamkeits- bzw. Bewusstseinszustand (zum Beispiel wach, schlafend, aufmerksam, entspannt, gestresst) abhängig ist, kann für das Training (mittels Feedbacktraining) genutzt werden. Dem Probanden ist es dabei möglich, durch Rückmeldung des eigenen Hirnstrommusters eine bessere Selbstregulation zu erreichen.
Diese Regulations­problematik lässt sich in vier Kategorien ein­teilen: Hyper­erreg­barkeit, Unter­stimulation, Insta­bilität und fehlende Hemmung von Nerven­impulsen (z. B. Anfalls­leiden).

Im Prinzip kann Neuro­feedback damit bei allen Störungen, die mit dem Zentral­nerven­system in Ver­bindung stehen, An­wendung finden.

Am häufigsten kommt daher Neuro­feedback bei ADS, ADHS, Autismus, De­pression, Zwangs­störungen, Tics, Epilepsie und auch Mi­gräne zum Einsatz.
Neuro­feedback hat sich auch bei Funktions­störungen wie Schlaf­pro­blemen, Bruxismus und dem so­ge­nannten Restless-Leg-Syndrom bewährt.

Neurofeedback ist besonders wirksam bei:

  • ADS/POS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom / Psycho­organisches Syndrom)
  • ADHS
  • Angst-/Panikattacken
  • Autismus/Asperger
  • Burn-Out
  • Depressionen
  • Epilepsie, Gehirnverletzungen, Komapatienten
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lernschwierigkeiten
  • Störung des Sozialverhaltens
  • PTSD (Posttraumatisches Stress-Syndrom)
  • Stress
  • Peak Performance (Leistungssteigerung)
  • Schlafstörungen